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 Chronik

In den Monaten Juni und Juli 1955 führte der Sportclub Lichteneiche sportliche Spiele für Jugend und Erwachsene durch. In Herrn Ludwig von Kurnatowski (im Dezember 1954 in die Lichteneiche gezogen), damals noch Mitglied der privilegierten Schützengesellschaft in Forchheim, reifte die Vorstellung, auch an seinem neuen Wohnsitz das sportliche Schießen durchführen zu können.


Auf seine Initiative hin gründeten Ende Juli 1956 Herr von Kurnatowski sowie


Willi Gocker

Georg Heine

Josef Koch

Fritz Lindner

Werner Peter

Bruno Rudolf

und Rudolf Schickora


die Schützengesellschaft Lichteneiche e.V., wobei Rudolf Schickora zum ersten 1. Vorsitzenden gewählt wurde.


Der Schießbetrieb wurde mit einem Luftgewehr in einer alten Baubaracke durchgeführt, die von der Firma Josef Fösel zur Verfügung gestellt worden war.


Am 01.07.1957 erreichte Ludwig von Kurnatowski durch geschicktes Verhandeln, dass die Schützen der Fa. Bosch GmbH Bamberg von Herrn Direktor Schmidt eine Holzbaracke geschenkt bekamen. Das „neue“ Heim wurde auf einem von der GEWO-Bau zur Verfügung gestellten, unbebauten Grundstück in der Kapellenstraße aufgebaut. Dieses Gebäude diente lange Jahre als Gemeinschaftshaus. Es wurden darin Gottesdienste beider Konfessionen sowie Versammlungen abgehalten.


Gleichzeitig war es die Schießanlage für die Sportschützen. Diese Zeit endete mit dem Bau der katholischen Pfarrkirche.


Durch die Vermittlung von Schützenbruder Hans Wernsdörfer in Zusammenarbeit mit dem Gastwirt Kurt Hanschkow aus Gundelsheim konnte auf dessen Grundstück „Gundelsheimer Keller“ im Jahre 1964 eine von der Schloßbrauerei Trabelsdorf zur Verfügung gestellte Holzbaracke errichtet und nach erfolgter Abnahme und erteilter Genehmigung der Schießbetrieb dort fortgesetzt werden.


In den Jahren 1965 und `66 erreichte Herr Wernsdörfer bei Grundstückseigentümer, dass auf dem freien Gelände des Areals ein massives Haus mit Schießanlagen errichtet werden durfte. Hiermit wurde der Grundstein zum Wachsen und Gedeihen der Schützengesellschaft gelegt. Das erste größere Fest im eigenen Haus war bereits im Juli 1966 die Schützenheim- und Schießstandeinweihung.


Zwei Jahre später erfüllte der 1. Vorsitzende Hans Wernsdörfer den Schützen den Wunsch, eine Vereinsfahne anzuschaffen. Vom 14. bis 16.06.1968 wurde dann unter der Schirmherrschaft des Landrates Otto Neukum das Fest der Fahnenweihe durchgeführt. Es war eine glanzvolle Veranstaltung in der neuen Siedlung.


Im November 1969 wurde mit dem Anbau des Hauptgebäudes begonnen, im November 1970 konnte ein Jugend- bzw. Schützenmeisterzimmer seiner Bestimmung übergeben werden.


Vom 02. bis 04.07.1976 feierten die Schützen ihr 20-jähriges Jubiläum, welches mit einem großen Preis- und Pokalschießen verbunden war.


Schirmherr dieser Veranstaltung war Paul Röhner (MdB), eben jener langjährige Oberbürgermeister Bambergs. Im Festzug marschierten 25 Vereine sowie drei Musikkapellen mit.


Zwischenzeitlich war die immer noch auf dem Grundstück stehende und als Materiallager dienende Holzbaracke baufällig geworden, so dass sie abgerissen werden musste.


Mit Einverständnis aller Beteiligten wurde von Mai 1978 bis  1980 unter dem 1. Vorsitzenden Oswald Lutz an der Stelle der Baracke ein massives, unterkellertes Nebengebäude errichtet. Das Gebäude wurde von der Schützenjugend vielseitig genutzt. Die Vorstandschaft hielt dort ihre Versammlungen und Besprechungen ab.


Vom 26. bis 28.06.1981 feierten die Schützen ihr 25-jähriges Jubiläum.

Die Schirmherrschaft hierfür übernahm unser allseits beliebter Schützenbruder Kaplan Ewald Thoma. Ein Preis- und Pokalschießen wurde ausgerichtet. Am Festzug beteiligten sich 37 Vereine und drei Kapellen.


Weitere fünf Jahre später, im Zeitraum vom 13. bis 15.06.1986 hielt die Schützengesellschaft die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Jubiläum ab.


Spontan erklärte sich der 1. Bürgermeister der VG Memmelsdorf, Herr Alfons Scherbaum, bereit; die Schirmherrschaft zu übernehmen. Am Preis- und Pokalschießen beteiligten sich über 500 Einzelschützen. Der Festzug mit vier Kapellen und 53 Gruppen übertraf alle Erwartungen.


Die Erweiterung und Bebauung des Ortsteils Lichteneiche entlang der Verbindungsstraße nach Gundelsheim zwang die Vorstandschaft 1987 zu Überlegungen, die vorhandene Schießanlage zu überdachen. Dadurch sollte der Verhütung von schädlichen Umwelteinflüssen, Nachteilen oder Belästigung der Bewohner des neuen Ortsteils vorgebeugt und genüge getan werden. Baubeginn für die 800 qm große, 3012 cbm umbauten Raumes umfassende Halle war am 10.07.1988.


Die Schützengesellschaft Lichteneiche verfügt über 12 automatische Luftgewehr und Pistolenstände, 5 Stände für Sportpistole mit einer modernen Duellanlage sowie 2 Kleinkaliberstände 50 m.


Vom 30.06 bis 02.07.2006 feierten die Schützen ihr 50-jähriges Jubiläum, welches mit einem großem Pokal- und Bürgerschießen verbunden war. Schirmherr dieser Veranstaltung war Johann Bäuerlein 1.Bürgermeister der Gemeinde Memmelsdorf. Im Festzug marschierten 25 Vereine sowie drei Musikkapellen mit.


Am 07.03.2009 konnte bei der Jahreshauptversammlung keine neue Vorstandschaft gewählt werden, so dass am 18.04.2009 zu einer außerordentliche Mitgliederversammlung geladen wurde um die Wahl zu wiederholen. Anwesend waren neben den Mitgliedern auch Herr Bürgermeister Johann Bäuerlein aus Memmelsdorf und Herr Bürgermeister Jonas Merzbacher aus Gundelsheim. Da sich auch bei dieser Versammlung keine neue Vorstandschaft fand, wurde ein Vorstandsgremium gebildet um den Verein weiter aufrecht zu erhalten.

 

© Schützengesellschaft Lichteneiche e. V.